Schwarm im Garten

Der Schwarm : Fluch und Segen in der Imkerei

Wenn Sie einen Bienenschwarm im Garten haben, rufen Sie an:

Tel: 02268 / 2456 Robert Kargl
Tel: 02204  / 22220 Markus Bollen

In den Monaten Mai und Juni beginnt die sogenannte „Schwarmzeit“ der Bienen. Im Frühsommer hat ein Volk die größte Zahl an Individuen. Es wird also eng im Bienenstock und das Bienenvolk nutzt den Reichtum an gesammeltem Nektar und Pollen, um sich zu teilen. Um sich zu teilen, ziehen die Bienen aus einer Arbeiterinnen Larve mit dem Bienenköniginnenfuttersaft Gelée Royal eine Königin, die sich in einer an den Waben herunterhängenden, sogenannten Weiselzelle verpuppt.
Am 16. Tag nach der Eiablage entsteht aus der Larve eine Königin. Bereits am neunten Tag nach der Eiablage verlässt ein Teil des Bienenstaates urplötzlich mit der alten Königin den Bienenstock – Tausende von Bienen schwärmen aus. Nicht weit entfernt ihres alten Bienenstocks versammeln sich die Bienen beispielsweise in Baumzweigen zu einer Schwarmtraube. Von dort aus werden neue Behausungen von den Spurbienen ausgekundschaftet. Nach den Erkundungen kehren die Spurbienen zu ihrem Schwarm zurück und führen auf der Oberfläche der Schwarmtraube den Schwänzeltanz auf. Mit dieser Kommunikationsform werden die Informationen zur möglichen neuen Behausung weitergegeben. Forschungen haben ergeben, dass die Entscheidung für eine neue Behausung dann gefallen ist, sobald mindestens 15 Spurbienen dem Bienenstaat die gleichen Informationen mitteilen. Ihnen folgt daraufhin das halbe Bienenvolk.

Schwarm

Man unterscheidet:
Vermehrungs oder Wanderschwarm = natürliche Volksteilung dient der Arterhaltung
Kunstschwarm = durch imkerliche Maßnahmen erzeugt
Vor- oder Erstschwarm = verläßt mit alter Königin den Stock, fliegt meist weder weit noch hoch
Singerschwarm = ebenfalls ein Erst-Schwarm nach Verlust der Königin zieht er mit der erstgeschlüpften, nocht unbegatteten Königin aus
Nachschwarm = folgt dem Vorschwarm mit einer oder mehreren unbegatteten Königinnen die
Zahl der Nachschwärme ist abhängig von Stärke und Schwarmfreudigkeit des Volkes.
Heideschwarm = typisch für Heideimker, erste Vorschwärme im Juli
Jungfernschwarm = nach Heide oder Waldtracht im Spätsommer oder sogar erst im Herbst. Normalweise keine Chance zur Begattung, weil keine Drohnen mehr da sind.
Riesenschwärme = Zusammenfliegen von zeitgleichen Schwärmen mehrerer Völkern
Natur Kunstschwarm = gekäfigte Königin, an der sich andere Bienen sammeln ,Bienentraube im Freien.
Trommelschwarm = nur bei Korbimkern
Hungerschwarm =
Fluchtschwarm = Auszug aus einer Frisch eingeschlagenen Beute

Die Bienen im Schwarm führen Proviant für 2 Tage mit sich, darum brauchen sie kein Futter.
Weil sie einen gefüllten Honigmagen und gleichzeitig keine Behausung zu verteidigen haben, sind sie sehr friedlich.

Das Bürgerliche Gesetzbuch:

§ 961 Eigentumsverlust bei Bienenschwärmen
Zieht ein Bienenschwarm aus, so wird er herrenlos, wenn nicht der Eigentümer ihn unverzüglich verfolgt oder wenn der Eigentümer die Verfolgung aufgibt.
§ 962 Verfolgungsrecht des Eigentümers
Der Eigentümer des Bienenschwarms darf bei der Verfolgung fremde Grundstücke betreten. Ist der Schwarm in eine fremde nicht besetzte Bienenwohnung eingezogen, so darf der Eigentümer des Schwarmes zum Zwecke des Einfangens die Beute öffnen und die Waben herausnehmen oder herausbrechen. Er hat den entstehenden Schaden zu ersetzen.
Trotzdem sollte vor dem Betreten eines fremden Grundstücks, allein schon aus Anstand und guter Nachbarschaft, gefragt werden. Ein Glas Honig wirkt Wunder.
Es sollte auch abgewogen werden ob der Wert des Volkes den Ärger Wert ist. Meist sind die Nachbarn froh, wenn sie von den Bienen erlöst werden. Jeder Imker kann dabei natürlich sein Können unter Beweis stellen und eine gute Nachbarschaft vertiefen.

Wenn Sie einen Bienenschwarm im Garten haben, rufen Sie an:

Tel: 02268 / 2456 Robert Kargl
Tel: 02204  / 22220 Markus Bollen