Wespen und Hornissen-Schutz

Hornissen

Die Hornisse ist die größte in Mitteleuropa lebende Faltenwespe.
Je nach Größe des Volks, vertilgt es 200-500g Insekten am Tag. Jeder Gärtner sollte froh sein, ein so nützliches Insekt in seiner Nähe zu haben. Die Hauptnahrung der Hornissen besteht bis zu 90% aus Fliegenarten und anderen Schädlingen, als Insektenjäger verschmähen sie allerdings auch Bienen nicht.

Die Körpergröße der Königin beträgt von 23 bis zu 35 Millimeter, die der Arbeiterinnen 18 bis 25 Millimeter und die der Drohnen 21 bis 28 Millimeter.
Da ein Hornissenvolk nur ca. 5-7 Hundert Individuen beherbergt, ein Bienenvolk im Gegensatz dazu im Sommer 50 – 60 Tausend Insekten ist eher die Größe der Hornisse und ihr tiefes Brummen beim Fliegen unbegründeterweise Angst einflößend. Es sind erstaunlich friedfertige Tiere, die niemals grundlos angreifen. Zur Verteidigung benützen die Hornissen ihren Stachel dagegen vorwiegend im Kampf gegen arteigene Rivalinnen und um große, sich heftig wehrende Beutetiere zu töten. Die Hornisse kann sich den verschwenderischen Umgang mit ihrem Gift nicht leisten, da sie es bei der Jagd öfters benötigt.

Das Sprichwort „7 Stiche töten ein Pferd, 3 Stiche einen Menschen“ stimmt nicht. Der Stich hat weniger Gift als der einer Biene. Der Stachel ist etwas dicker und schmerzt beim Einstich. Wenn Sie kein Allergiker sind, ist der Stich nicht gefährlich, aber schmerzhaft. Die Wahrscheinlichkeit von einer Hornisse gestochen zu werden ist sehr gering. Sie verteidigen nur ihr Nest, wenn eine direkte Bedrohung erfolgt. Die Aggressivität liegt weit hinter der von Wespen und Bienen.
Wissenschaftler von Bieneninstituten haben festgestellt, dass die Jagd der Hornissen auf Bienen nur zu nicht spürbaren Verlusten bei den betroffenen Bienenvölkern führt. Der für den Imker auftretende Schaden ist minimal: Entgegen vieler anders lautender Behauptungen fangen Hornissen nur wenige Sammlerinnen eines Bienenvolkes ab. Die tägliche Fangquote beträgt ab Anfang Juni ca. 10-15 Bienen pro Volk, denn es gehen stets nur einige Hornissen als „Spezialisten“ auf Bienenfang.

Einige Tipps für ein toleriertes Nebeneinander:

Einfluglöcher nicht verstopfen
Erschütterungen im Nestbereich vermeiden
Hornissen sind Nachtaktiv und werden durch Licht angezogen,

Ende Oktober, Anfang November, nach den ersten Minusgraden, sterben die Hornissen und nur die begatteten Königinnen suchen einzeln Schutz in Mauerritzen, Holzspalten und ähnlichem.

Hornissen stehen unter besonderem Naturschutz, deshalb dürfen sie nur mit der Genehmigung der Naturschutzbehörde umgesiedelt werden. §§ 44, 67 BnatSchG

Achtung: Nach Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) können Ordnungswidrigkeiten gegen diese Vorschriften mit bis zu 50.000 EURO Bußgeld geahndet werden!